Maler-Innung Hagen
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Kein Schnee auf dem Dach – keine Wärmedämmung

18.12.2017
Copyright: Andreas Buck - www.andreas-buck.de

Liegt im Winter Schnee weist die Schneedecke auf dem Dach auf eine gute Wärmedämmung hin. Die Hintergründe sind ganz einfach: Da aus dem Dach kaum Wärme entweicht, bleibt die Dachoberfläche kalt und der Schnee liegen.

Häufig beobachtet man jedoch genau das Gegenteil. Teilweise oder komplett abgeschmolzene Dächer weisen auf Wärmebrücken hin. Lücken in der Dämmebene lassen die Wärme entweichen und sorgen für einen kräftigen Anstieg der Wärmekosten.

Dämmstoffe fürs Dach

Damit das Dach im Winter einen ausreichenden Wärmeschutz besitzt, muss lückenlos gedämmt werden. Als Material eignen sich zum Beispiel Einblasdämmstoffe, Matten und Platten, aber auch Schäume und Schüttungen. Flächige Bereiche im Dach können mit Mattenware aus Mineralwolle, Hanf oder Flachs gedämmt werden. An schwer zugänglichen Bereichen und im Rahmen einer Dachsanierung ist auch der Einsatz von Einblasdämmungen möglich. Welche Dämmung für das Dach ideal ist, hängt also maßgeblich von der Dachkonstruktion ab. 

Die drei Methoden der Dachdämmung

Generell gibt es drei verschiedene Varianten, ein Dach zu dämmen. Bei jeder Konstruktion ist eine lückenlose und fachgerechte Montage aller Bauteile entscheidend für den wirksamen Wärmeschutz.

  • Bei der Zwischensparrendämmung wird die Dämmung zwischen den Sparren eingebaut. Die Stärke der Dämmmatten richtet sich nach der Höhe der Dachbalken, die sich wiederum aufgrund der Statik bemisst. Reicht der Querschnitt zur Erreichung des Wärmeschutzes nicht aus, kann die Zwischensparrendämmung mit einer Untersparrendämmung kombiniert werden.
  • Die Untersparrendämmung wird unterhalb der Sparrenebene angebracht. Sie ergänzt eine bereits vorhandene Zwischensparrendämmung. Die Ebene eignet sich ausgezeichnet als Installationsebene, verringert allerdings auch das Volumen des Raumes im Dachgeschoss.
  • Ganz ohne Wärmebrücken kommt bei richtiger Ausführung die Aufdachsparrendämmung daher. Die Dämmebene liegt oberhalb er Sparren und eignet sich insbesondere dann, wenn ein bereits ausgebautes Dachgeschoss im Zuge einer Dachneueindeckung nachträglich gedämmt werden soll. Polyurethan, Holzweichfaser und andere druckfeste Dämmstoffe sind hierfür geeignet.

Für komplizierte Ecken eignet sich die Einblasdämmung besonders gut. Verwendet werden Steinwollegranulat, Zelluloseflocken oder Holzfasern. Durch Einblasöffnungen wird das Material in den Hohlraum der Dämmebene eingebracht, anschließend werden die Öffnungen fachgerecht verschlossen. Das Einblasverfahren ist eine Sache für den Fachbetrieb, denn nur ein professionell durchgeführtes Verfahren sichert eine komplette Dämmwirkung ohne Wärmebrücken. 

Quelle: Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz